DSL Prinzip

Die Bezeichnung Digital Subscriber Line (DSL) steht als Überbegriff für eine Produktfamilie. Die DSL-Technik nutzt die Tatsache, dass der herkömmliche analoge Telefonverkehr im Kupferkabel nur Frequenzen bis 4 kHz belegt. Theoretisch jedoch sind auf Kupferleitungen Frequenzen bis 1,1 MHz möglich. Durch Aufsplitten der Bandbreite in unterschiedliche Kanäle, z.B. für Sprach- und Dateninformationen, und die Nutzung der bislang “brachen“ höheren Frequenzbereiche, puschen heutige DSL-Technologien das Kupferkabel auf Übertragungsraten von bis zu 52 MBits/s (abhängig von der eingesetzten DSL-Variante). In der Praxis werden aber meist nur reduzierte Transferraten benutzt, da dann die gegenseitigen Störungen in den Kabelsträngen geringer ausfallen.

dsl technik

In dieser Grafik sieht man, das die POTS (blau), nur einen minimalen Frequenzbereich benötigen und das ohne DSL Technik die hohen Frequenzbereiche brach liegen würden. Mit ADSL werden diese hohen Frequenzbereiche genutzt, die niedrigen für den Upstream (rot) und die höheren für den Downstream (orange).

Unterschied Analog <-> DSL

aufbau dsl

Der wesentliche Unterschied von DSL zu einer analogen Verbindung (POTS) oder ISDN besteht darin, dass die eigentliche DSL Verbindung nicht zwischen den zwei Teilnehmern (den Endpunkten), sondern nur auf den letzten Kilometern zwischen Teilnehmer (Kunde) und Vermittlungsstelle aufgebaut wird. Das analoge DSL-Signal das von dem Modem des DSL Kunden kommt, wird in einem DSL-Multiplexer (DSLAM) demoduliert, digitalisiert und über einen breitbandigen Backbone von der Verbindungsstelle über einen Konzentrator (DSL-AC) zum Provider übertragen. Diese Backbones (Netzknoten) auf denen die in Lichtwellen transformierten Daten transportiert werden, bestehen aus Glasfaserkabeln, durch die mit Lichtgeschwindigkeit die Daten transportiert werden.